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Warum wir keinen „guten Rutsch“ wünschen sollten
Bevor wir euch ins neue Jahr verabschieden, möchten wir noch ein wenig Aufklärung betreiben.
Es ist mittlerweile zur Gewohnheit geworden, dass man sich vor dem Jahreswechsel einen „guten Rutsch“ wünscht. Viele meinen vielleicht, dass dies mit der kalten Jahreszeit zu tun hat. Dies ist allerdings ein Irrtum und der Grund ist ein Missverständnis welches der deutschen Sprache und Kultur schadet.
Das jüdische Neujahrsfest heißt auf Hebräisch "Rosh ha-Schana". "Rosh" bedeutet "Kopf" oder "Anfang" und "ha-Schana" meint "Jahr". Der jüdische Gruß "Gut Rosh" heißt also nichts anderes als "guter Anfang" oder "guter Start". Die Menschen haben dies über die Jahre falsch aufgeschnappt und aus dem "Rosh" einen "Rutsch" gemacht.
Im übrigen ist dies keine Seltenheit. Ähnliches passierte beispielsweise auch bei der Redewendung: "Hals- und Beinbruch". Eigentlich hieß dies mal "hazloche und broche", was übersetzt "Glück und Segen" bedeutet.
Aber warum schadet das nun der deutschen Kultur?
Dafür müssen wir uns das "Rosh ha-Schana" etwas genauer ansehen. Das „Neujahrsfest“ ist der erste Jahrestag im jüdischen Kalender. Im Judentum wird am „Rosh ha-Shana“ das Buch des Lebens aufgeschlagen und 10 Tage später am „Yom Kippur“, dem höchsten religiösen Fest im Judentum, wieder geschlossen.
Sylvester ist ursprünglich ein alter germanischer Brauch
Dafür gibt es mehrere Überlieferungen, eine möchten wir euch hier etwas näher beschreiben:
Während der dunkelsten Zeit des Jahres, den 12 Rauhnächten (vom 25.12. bis 06.01.), trieb der Göttervater Wotan (oder Odin) sein Unwesen. Der 31.12. liegt genau in der Mitte dieser Zeit. Besonders an diesem Tag zog Wotan mit seinem Herr aus Geistern der Verstorbenen durch das Land, die sogenannte „Wilde Jagd“. Mit Hilfe von viel Lärm, Feuer und Verkleidungen versuchten die Germanen diese Geister zu vertreiben.
In einigen Regionen kann man dies auch so noch sehen. Zum Beispiel in Südtirol beim sogenannten Krampusfest.
Wie ihr seht muss man sich nicht fremder Kulturen oder Religionen berauben. Ähnlich wie beispielsweise das Weihnachtsfest (welches seinen Ursprung beim germanischen Julfest hat) oder das Osterfest (dessen Ursprung das germanische Ostara ist) geht auch der Brauch von Silvester auf unsere Vorfahren zurück.
Als kommt gut ins neue Jahr und bleibt friedlich!
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