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"Vielleicht sollten alle einen Moment innehalten und darüber reflektieren, dass es reiner Zufall ist, dass sie nicht in #Syrien geboren wurden." schreibt ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary angesichts der Erdbebenkatastrophe in Syrien und der Türkei.

Menschen wie El-Gawhary dürften offenbar immer noch an die alte Erzählung glauben, dass es der Storch ist, der die Kinder bringt. Doch eine solche Vorstellung könnte falscher nicht sein. Es ist eben KEIN ZUFALL, wo und unter welchen Umständen man geboren wird. Verantwortlich dafür sind hingegen unsere Eltern, deren Eltern sowie deren Eltern... kurz: unsere Vorfahren, die unsere Existenz durch ihr biologisches und kulturelles Erbe wesentlich mitbestimmen.

Eine solche Aussage ist Ausdruck einer liberalen Weltanschauung, die in letzter Konsequenz nur das abstrakte, von allen Bindungen losgelöste Individuum kennt. In der konkreten Realität existiert der Mensch jedoch als biologisches und soziales Wesen und ist somit niemals frei (oder "emanzipiert", wie liberale Ideologen es nennen würden) von entsprechenden biologisch-kulturellen Bindungen.

Daraus folgt: Wer in Wohlstand, Sicherheit und Freiheit aufwächst, hat das nicht "seinem Glück", sondern dem harten und opferreichen Einsatz seiner Vorfahren zu verdanken. Dasselbe Prinzip gilt - so hart das auch klingen mag - umgekehrt. Für das Versagen des türkischen Staates angesichts der Katastrophe sind nicht wir Europäer, sondern jene, die diesen Staat aufgebaut haben, verantwortlich.

Die liberale Vorstellung vom "Privileg der Geburt" wird - wie der Tweet von El-Gawhary zeigt - gerne dazu genutzt, emotionale Erpressung zu betreiben und ein Gefühl der Schuld zu erzeugen. Dieser Argumentation begegnet man auch häufig in der Migrationsdebatte.

Dieses Narrativ ist abzulehnen. Aus einer identitären Weltanschauung leitet sich stattdessen die Verpflichtung des Einzelnen ab, das Erbe seiner Vorfahren zu bewahren und es in die Zukunft zu tragen.

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"Vielleicht sollten alle einen Moment innehalten und darüber reflektieren, dass es reiner Zufall ist, dass sie nicht in #Syrien geboren wurden." schreibt ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary angesichts der Erdbebenkatastrophe in Syrien und der Türkei.

Menschen wie El-Gawhary dürften offenbar immer noch an die alte Erzählung glauben, dass es der Storch ist, der die Kinder bringt. Doch eine solche Vorstellung könnte falscher nicht sein. Es ist eben KEIN ZUFALL, wo und unter welchen Umständen man geboren wird. Verantwortlich dafür sind hingegen unsere Eltern, deren Eltern sowie deren Eltern... kurz: unsere Vorfahren, die unsere Existenz durch ihr biologisches und kulturelles Erbe wesentlich mitbestimmen.

Eine solche Aussage ist Ausdruck einer liberalen Weltanschauung, die in letzter Konsequenz nur das abstrakte, von allen Bindungen losgelöste Individuum kennt. In der konkreten Realität existiert der Mensch jedoch als biologisches und soziales Wesen und ist somit niemals frei (oder "emanzipiert", wie liberale Ideologen es nennen würden) von entsprechenden biologisch-kulturellen Bindungen.

Daraus folgt: Wer in Wohlstand, Sicherheit und Freiheit aufwächst, hat das nicht "seinem Glück", sondern dem harten und opferreichen Einsatz seiner Vorfahren zu verdanken. Dasselbe Prinzip gilt - so hart das auch klingen mag - umgekehrt. Für das Versagen des türkischen Staates angesichts der Katastrophe sind nicht wir Europäer, sondern jene, die diesen Staat aufgebaut haben, verantwortlich.

Die liberale Vorstellung vom "Privileg der Geburt" wird - wie der Tweet von El-Gawhary zeigt - gerne dazu genutzt, emotionale Erpressung zu betreiben und ein Gefühl der Schuld zu erzeugen. Dieser Argumentation begegnet man auch häufig in der Migrationsdebatte.

Dieses Narrativ ist abzulehnen. Aus einer identitären Weltanschauung leitet sich stattdessen die Verpflichtung des Einzelnen ab, das Erbe seiner Vorfahren zu bewahren und es in die Zukunft zu tragen.

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Just at this time, Bitcoin and the broader crypto market have dropped to new 2022 lows. The Bitcoin price has tanked 10 percent dropping to $20,000. On the other hand, the altcoin space is witnessing even more brutal correction. Bitcoin has dropped nearly 60 percent year-to-date and more than 70 percent since its all-time high in November 2021. Your posting frequency depends on the topic of your channel. If you have a news channel, it’s OK to publish new content every day (or even every hour). For other industries, stick with 2-3 large posts a week. Avoid compound hashtags that consist of several words. If you have a hashtag like #marketingnewsinusa, split it into smaller hashtags: “#marketing, #news, #usa. While some crypto traders move toward screaming as a coping mechanism, many mental health experts have argued that “scream therapy” is pseudoscience. Scientific research or no, it obviously feels good. Ng was convicted in April for conspiracy to incite a riot, public nuisance, arson, criminal damage, manufacturing of explosives, administering poison and wounding with intent to do grievous bodily harm between October 2019 and June 2020.
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